Am 24. September 1991 kam in die Plattenläden, was Epoche machen sollte. Als »Nevermind« in die Regale einsortiert wurde, galten Nirvana, eine zuvor wenig bekannte Rockband aus der Gegend um Seattle, Washington, mit einem Schlag als Aushängeschild des Zeitgeists. Dem Album wurde nachgesagt, den Zorn der Jugend abzubilden. Falls es das jemals getan hat, ist der Zorn längst verraucht und die rebellierenden Teenager der Neunziger sitzen heute, wie damals ihre Eltern, auf Vorstandssitzen und Hausmeisterposten.
Geblieben aber ist ein Album ohne Füllmaterial, das sich seiner prägenden Stellung in der Musikgeschichte gewiss bleiben darf. Wie einflussreich die zentrale Platte der Band bis heute ist, lässt sich am leichtesten am Spektrum der Künstler ablesen, die sich seither der zwölf Songs (und des Bonusstücks) angenommen haben. Es ist die Godmother of Punk darunter, ein Reggaesänger, der bereits im Jamaika der Rocksteady-Ära erfolgreich war, der Grandsigneur des Triphop, ein 20-köpfiges Symphonic-Pop-Projekt, ein Rockmusiker, der zumindest in Japan weltberühmt ist, und ein spätberufener Soulguru. Doch alles der Reihe, der Tracklist nach.
1. Smells Like Teen Spirit (Patti Smith)
Schon ab dem Opener geht es nur mehr bergab. Nicht unbedingt musikalisch, aber den Mainstreamerfolg von »Smells Like Teen Spirit« konnten Sänger und Gitarrist Kurt Cobain, Bassist Krist Novoselic und Schlagzeuger Dave Grohl mit keiner Nummer übertreffen. Die erste Singleauskopplung von »Nevermind« überragt das sonstige Schaffen der Band dermaßen, dass sie zu spielen heute sogar in der Alternativdisco als unkreativ gilt. Bei späteren Nirvana-Konzerten verschwand sie auch aus diesem Grund von der Setlist: »Everyone has focused on that song so much«, beklagte sich Cobain.
»Teen Spirit« war Nummer eins in mehreren Ländern, erreichte Platinstatus mit über einer Million verkaufter Kopien, wurde vom NME zur zweitbesten Single aller Zeiten (hinter Joy Divisions »Love Will Tear Us Apart«) und von MTV und dem Rolling Stone auf Platz drei der besten Popsongs gewählt (hinter »Yesterday« und »Satisfaction«). Das Lied gefiel so sehr, dass Pearl Jam, Tori Amos, Metallica, Avril Lavigne, Paul Anka, Miley Cyrus, Limp Bizkit, Willie Nelson, The Ukulele Orchestra of Great Britain und tausend andere nicht auf eine Coverversion verzichten wollten. Es war sogar so erfolgreich, dass es der professionelle Musikversaubeutler Weird Al Yankovic versaubeutelte. (Cobain sagte darüber: »I laughed my butt off. I thought it was one of the funniest things I ever saw.«)
Patti Smith, die auch »Godmother of Punk« genannt wird, versuchte sich für ihr 2007er Album »Twelve« an, erraten, zwölf Songs, allesamt Klassiker der jüngeren Popgeschichte – darunter auch eine sehr organische Version des Liedes mit der prägnanten F-B♭-A♭-D♭-Folge und den unvergesslichen Zeilen »I feel stupid and contagious / Here we are now, entertain us«.
»Smells Like Teen Spirit« im Original
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2. In Bloom (Hooverphonic)
»In Bloom« erschien als vierte und letzte Single aus »Nevermind« erst 14 Monate nach dem Album, wurde aber bereits 1990 in einer Demo-Version aufgenommen. Nachdem Nirvanas Debütalbum »Bleach« (1989) auch Radiohörern abseits des Seattler Undergrounds zu Ohren gekommen war, wandte sich Cobain auf »In Bloom« mit spöttischen Worten an die unbedarften neuen Fans: »He’s the one / Who likes all our pretty songs / And he likes to sing along / And he likes to shoot his gun / But he knows not what it means / When I say / He’s the one«
Auch im Video geht es nicht allzu ernst zu. Die Band entschied sich für eine Persiflage der großen Unterhaltungsshows der sechziger Jahre, Cobain trug eine Hornbrille und steckte wie seine Kollegen unter ordentlich gescheitelten Frisuren und in Beach-Boys-Anzügen. Zur Wahrung der Authentizität wurden die fünf Minuten »In Bloom« für die Videoversion mit kreischendem Publikum im Stil der Beatles-Auftritte in der Ed-Sullivan-Show unterlegt. Die Fassade fällt aber spätestens mit dem Bühnenbild, wenn Novoselic es, urplötzlich in ein Nachtkleid gewandet, zu malträtieren beginnt.
Ende 2008, kurz vor dem Ausstieg ihrer langjährigen Sängerin Geike Arnaert, nahm die belgische Indie-Band Hooverphonic für den Sampler »Rendez Vous — 25 Unieke Covers Uit 25 Jaar Studio Brussel« ein eindringliches Cover von »In Bloom« auf.
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3. Come As You Are (Little Roy)
Bei DGC/Geffen, dem Plattenlabel, auf dem »Nevermind« erschien, und der Band selbst war »Smells Like Teen Spirit« bloß als Wegbereiter für einen breiten Erfolg der zweiten Single »Come As You Are« angelegt. Breiter konnte der Erfolg freilich kaum werden, doch vermochte »Come As You Are« Nirvanas Ruf als Ausnahmeerscheinung ihrer Zeit zu festigen. Maßgeblichen Anteil daran trug das melodiöse Riff, das Cobain allerdings nicht ganz alleine eingefallen sein dürfte: Die britische Post-Punk-Band Killing Joke beauftragte sogar zwei Musikwissenschafter, um beweisen zu lassen, dass er die Melodie von ihrer 1984er Single »Eighties« abgeschrieben hatte.
Erst vorvergangene Woche veröffentlichte Little Roy, musikalisch sozialisiert im Jamaika der sechziger Jahre, mit »Battle For Seattle« ein Album mit zehn Coverversionen aus der Nirvana-Diskografie. »When these Nirvana songs hit you, you’ll feel the music, and no pain«, sagt der Reggae-Sänger über die Aufnahmen, und das hört man der fast schon leichtfüßigen Offbeat-Variation von »Come As You Are« auch an.
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4. Breed (Steve Earle)
»Breed« erzählt in resignierenden Lyrics von der Möglichkeit gesellschaftlicher Verweigerung. »We don’t have to breed« (»Wir müssen uns nicht fortpflanzen«), schrieb Cobain dem von Novoselics Basslinie getriebenen Rhythmus auf den Leib. Später sagte er über die Bedeutung des Songs: »Getting into Middle America. Marrying at age 18, getting pregnant, stuck with a baby — and not wanting it.«
Steve Earle, ein politisch geprägter Singer-Songwriter aus Texas, zupfte auf Patti Smiths »Smells Like Teen Spirit« das Banjo. Schon sieben Jahre zuvor spielte er als Bonustrack für den Japan-Release seines Albums »Transcendental Blues« eine dichte Hommage an »Breed« ein.
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5. Lithium (The Polyphonic Spree)
»Lithium«, die dritte Singleauskopplung, ist für viele der beste Song des Albums. (Ich nehme mich nicht aus.) Cobain beschreibt den Protagonisten als Suchenden, der in einer nicht näher genannten Religion sein Heil zu finden glaubt. Das nach einem stark ätzenden Leichtmetall benannte Stück ist in den Versen verhalten, geradezu gehemmt, im Refrain tritt Cobain auf das Distortion-Pedal und schreit sich den Heiligen Zorn von der Seele.
»Lithium« wurde auch von Nirvana (der gleichnamigen und bereits 1967 gegründeten britischen Band) gecovert, eine viel sympathischere Version nahmen aber Polyphonic Spree auf. Das orchestrale Bandprojekt um Tim DeLaughter gilt als eines der größten Kollektive der Popgeschichte (mit über zwanzig aktuellen und mehr als dreißig Ex-Mitgliedern zahlenmäßig) und veröffentlichte »Lithium« als Bonustrack seines dritten Albums »The Fragile Army« (2007). Mit der Band in weißen Gewändern — darunter ein Harfist — erinnert das Video selbst an einen liturgischen Festakt (allerdings tun das die meisten Spree-Videos).
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6. Polly (Kazuya Yoshii)
Anders als alle anderen »Nevermind«-Stücke wurde »Polly« nicht zwischen Mai und Juni 1991 in den kalifornischen Sound City Studios eingespielt, sondern schon im April 1990 in den Smart Studios (Madison, Wisconsin). Das erklärt auch, warum darauf der einzige Beitrag des während der Aufnahmen gefeuerten Ex-Drummers Chad Channing zu hören ist.
Cobain hatte »Polly« bereits 1988 geschrieben, empfand es für das raue Debüt »Bleach« aber als zu melodiös. Inhaltlich wird das harmonische Gerüst von einem schwer lastenden Motiv konterkariert – Cobain erzählt die wahre Geschichte der Entführung, Vergewaltigung und Folterung eines 14-jährigen Mädchens aus der Perspektive des Täters.
Im Original allein von Akustikgitarre und Bass getragen (Channings einzelner Becken-Anschlag zu Beginn der Refrains ist vernachlässigbar), bleibt der in seiner japanischen Heimat verehrte Rockmusiker Kazuya Yoshii beim Cover recht nah an der Ursprungsversion. Yoshii erweitert sie um biederes Händeklatschen und einen kurzatmigen japanischen Akzent.
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7. Territorial Pissings (Scott Matthew)
»Territorial Pissings« ist die kürzeste und mit dem Massengeschmack wahrscheinlich am wenigsten zu vereinbarende Nummer auf »Nevermind«. Im Intro bedient sich Cobain auf äußerst dissonante Art bei der Hippie-Weise »Get Together« der Youngbloods (weshalb auch Urheber Chet Atkins in den Liner Notes als Mitautor des Songs angegeben wird). Einen klassischen Refrain hat der Song nicht: Es wechselt sich eine aggressive Passage jeweils mit einer noch aggressiveren ab. Auch textlich ist der Track überschaubar, immerhin brachte Cobain das in einer anderen Variante Henry Kissinger zugeschriebene Kleinod »Just because you’re paranoid / Don’t mean they’re not after you« unter.
Scott Matthew schafft es in seiner Version nicht nur, Nirvanas ursprüngliche Aggression herauszunehmen, sondern bewältigt auch die wesentlich schwierigere Aufgabe, ihr auf dem Piano einen neuen, sehr atmosphärischen Charakter entgegenzusetzen.
»Territorial Pissings« im Original
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8. Drain You (Horse Feathers)
Zu eigenem Ruhm hat es »Drain You« kaum gebracht. Bekannt ist der »Nevermind«-Track mit den meisten Gitarrenspuren — gezählte sechs — in erster Linie als B-Seite der Single-Version von »Smells Like Teen Spirit«. Die Legende besagt, dass die Textzeile »It is now my duty to completely drain you« (»Es ist jetzt meine Pflicht, dich komplett kaputtzumachen«) von Tobi Vail stammte. Während er die Texte zu »Nevermind« schrieb, waren Cobain und Vail ein Paar – bis sie mit diesen Worten ihre Beziehung beendete. Cobain durfte es halbwegs verwunden haben, das Stück zählte bis zum Schluss zu seinen Live-Favoriten.
Die Indiefolk-Combo Horse Feathers aus Portland, Oregon, spielte »Drain You« in einer deutlich gediegeneren Akustikfassung ein, die im Oktober 2010 auf Kill Rock Stars als 7-Inch-Single erschien.
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9. Lounge Act (Jessica Lea Mayfield)
Laut Novoselic handelt auch »Lounge Act« von Cobains Beziehung zu Tobi Vail und der Urangst, betrogen zu werden. Der Titel verweist auf die Bassfigur, die die Band an Loungemusik erinnerte. (In Wahrheit erinnert sie vielmehr an den Doors-Song »Take It As It Comes«.)
In ihrer Version von »Lounge Act« klingt Jessica Lea Mayfield über weite Strecken wie die begnadete Nicht-Sängerin Nico. Die 22-Jährige aus Ohio drosselt das Tempo auf das für ihre Zwecke erforderliche Idealmaß und verleiht dem Stück per gedoppelter Gesangsstimme in den Refrains eine erhabene Dimension.
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10. Stay Away (Charles Bradley & The Menahan Street Band)
»Stay Away« trug den Arbeitstitel »Pay To Play« (und folgerichtig singt Cobain darin auch »Every line ends in rhyme«). Nachdem er sich während des Stücks mehrfach die Stimme aus dem Leib schreit, martert sich Cobain durch das langgezogene Outro, wiederholt die Titelzeile in hysterischer Trance und ersetzt sie zum Abschluss durch »God is gay«. Kein Statement gegen Gott, sondern für die Homosexuellenbewegung.
Charles Bradley ist ein Spätberufener. Der gelernte Koch wurde 1948 in Gainsville, Florida, geboren und trat bis 2002 lediglich als Mietmusiker in einer New Yorker James-Brown-Tribute-Show auf. Damals entdeckte ihn ein Scout des Retro-Soul-Labels Daptone Records und nahm ihn unter Vertrag. Seither veröffentlichte er elf Singles, ein Album und tourt durch die Welt — erst im Juli begeisterte er beim Jazzfest Wien. Bradley schnürt »Stay Away« ein derart eigenständiges Soul-Korsett, dass die ursprüngliche Komposition nur noch schwer zu orten ist.
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11. On A Plain (Animal Collective)
Cobain schrieb »On A Plain« 1990 und griff bei Konzerten Zeit seines Lebens mit Vergnügen darauf zurück. Nach dem Debüt auf »Nevermind« erschien es in mehreren Live-Fassungen, am stärksten bleibt wohl jene in Erinnerung, die Nirvana für das Akustik-Album »MTV Unplugged in New York« einspielten. Der Text schildert ein egoistisches Gefühlshoch (manche schreiben ihm wie den Lyrics jedes anderen Nirvana-Songs ein Drogenhoch zu) und ist dabei ehrlich bis auf die Knochen: »I love myself better than you / I know it’s wrong but what should I do?«
Animal Collective sind seit 1999 aktiv und werden als Psychedelik-, Avantgarde– oder Experimental-Band (manchmal alles drei) eingestuft, was auch die Pseudonyme der Musiker erklärt. Avey Tare, Panda Bear, Geologist und Deakin haben eine verhaltensauffällige Lo-Fi-Version von »On A Plain« aufgenommen.
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12. Something In The Way (Tricky)
»Something In The Way« handelt laut Cobain von den Steinen (oder Felsen), die einem das Leben in den Weg legt. Als er aus seinem Elternhaus geworfen wurde, soll er die Worte an den Pfeiler jener Brücke gesprayt haben, unter der er zur damaligen Zeit ein Nachtquartier gefunden hatte. So leise und monoton wie in der Albumfassung von »Something In The Way« vernahm man Cobain kaum wieder. Flankiert wird seine fragile Stimme vom einzigen Gastmusiker auf »Nevermind«: Kirk Canning steht ihm am Cello zurückhaltend, aber verlässlich zur Seite.
Tricky hört es nicht gern, als Vorreiter des Trip-Hop bezeichnet zu werden. Definiert man das in seiner englischen Heimatsadt Bristol entstande Genre aber als elektronische Downtempovariante in Sprechgesang, so lässt sich seine 2001 auf dem Album »Blowback« veröffentlichte Version von »Something In The Way« durchaus dort einordnen.
»Something In The Way« im Original
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+ Endless, Nameless (EMA)
»Something In The Way« dauert im Grunde keine vier Minuten, gaukelte dem Abspielgerät aber immer schon über 21 Minuten vor. Zehn davon bestehen nach dem Schlussakkord aus Stille, dann setzt der rund siebenminütige Hidden Track »Endless, Nameless« ein. Er entstand aus einer frustrierten Jam-Session, als die Aufnahmen zu »Lithium« keine Fortschritte zeigten. Neben »Smells Like Teen Spirit« ist es das einzige der dreizehn Stücke, das in den Credits alle drei Bandmitglieder als Autoren anführt.
Wenn es zuvor geheißen hat, »Territorial Pissings« träfe den Massengeschmack am wenigsten, dann gilt das für die zwölf regulären »Nevermind«-Nummern. »Endless, Nameless«, inoffiziell auch als »Noise« oder »The Noise Jam« bekannt, setzt einen markanten Schlusspunkt aus quälenden Improvisationsversuchen und Lärm gewordener Wut.
Wenn etwas als musikalische Herausforderung bezeichnet werden darf, dann die Coverversion eines solchen Tracks. Die aus South Dakota stammende Erika M. Anderson nahm sich ihm mit der Noiserock-Band EMA an und fabrizierte eine »Endless, Nameless«-Melange aus Schwermut und Rage, mindestens so verstörend wie das Original.
»Endless, Nameless« im Original
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Nirvana maßlos überschätzt zu finden, ist heute ebenso verbreitet wie unoriginell. »Nevermind« inspirierte wie keine andere Platte der neunziger Jahre Musiker aller Stilrichtungen. Dieser kleine Ausschnitt an Coverversionen deutet an, welch feine Nuancen und revolutionäre Zugänge sich »Nevermind« bis heute abgewinnen lässt.
Ein solches Album zu machen ist wahrscheinlich noch schwieriger, als es zu rezensieren, ohne auch nur einmal das Wort »Grunge« zu verwenden.









Meines Erachtens hat die Scheibe sehr wohl einiges an Füllmaterial, aber — und insofern gebe ich Dir Recht und widerspreche mir selbst: Dies gilt nur wenn ich versuche die Platte losgelöst von ihrer Wirkung und ihrem Kontext zu hören. Und bei epochalen Meisterwerken muss man auch die Wirkung mit-hören.
Ein Album, über das man 20 Jahre später noch schreibt. Sagt eigentlich eh alles. Quasi das »OK Computer« von Nirvana. ;)
Sehr wahre Worte. Vielleicht nehme ich mich nächstes Jahr einer 15-Jahre-OK-Computer-Besprechung an ;)